Aufstze des Frankfurter Zeithistorikers Christoph Cornelien zum Wandel der modernen Geschichtswissenschaft und ihrer Position in der Erinnerungskultur.In allen Kulturen und zu allen Zeiten hat es ein Interesse an der Vergangenheit gegeben. Die Art und Weise aber, wie und von wem Geschichte geschrieben, erinnert oder auch imaginiert wurde, weist eine erhebliche Bandbreite auf. So folgen die Geschichtserzhlungen unterschiedlichen Ideen von Raum und Zeit, auerdem stehen sie fr abweichende Auffassungen vom Nutzen der Historie fr das Leben. Die vorliegende Aufsatzsammlung analysiert diese Gemengelage in verschiedenen Perspektivierungen. Neben grundstzlichen Fragen (Periodisierung, Grundbegriffe, Objektivittspostulat, nationale und transnationale Anstze) werden ausgewhlte Aspekte der modernen Historiographiegeschichte in systematisch und biographisch angelegten Beitrgen beleuchtet. Dabei spielt die Auseinandersetzung mit Generationszugehrigkeiten eine wichtige Rolle. Darber hinaus zeichnen die Beitrge die Konturen der Erinnerungskulturen in der Gegenwart nach, um abschlieend auf Spannungsverhltnisse bei der Reprsentation von Geschichte im Film und in der Literatur einzugehen. In ihrer Gesamtheit zeigen die Aufstze eindrucksvoll die Herausforderungen auf, die smtliche Versuche betreffen, aus vergangenen Begebenheiten Geschichte zu machen.